Lieblingsautor als Teil deiner mehrgleisigen Verkaufsstrategie

Mehr Sichtbarkeit als Autor erlangen

Die größte Hürde ist geschafft: Das Buch ist geschrieben.
Und jetzt muss man nur noch in die Welt hinausschreien, dass es ab sofort verfügbar ist.
Amazon, Tolino Media, BoD … es gibt viele große Namen auf dem Buchmarkt der Selfpublisher und jedes Portal punktet mit ganz eigenen Vermarktungsmöglichkeiten.
Es steht außer Frage, dass Amazon mit »Kindle Direct Publishing« den Selbstverlag auf ein neues (wenn nicht sogar vorher nichtvorhandenes) Level gehoben hat. Als dann noch die Möglichkeit dazukam, ein gedrucktes Taschenbuch anzubieten und dieses via Print on Demand seinen Lesern verfügbar zu machen, war die Freude riesengroß!

Täglich erobern mehr Bücher den Markt.
Täglich stoßen mehr Autoren dazu, die den Versuch wagen wollen.
Täglich wird es schwieriger, den Kampf gegen die Unsichtbarkeit zu gewinnen.
Wir versuchen es, indem wir tolle Fotos für Instagram schießen, witzige Videos auf TikTok drehen oder regelmäßig Gewinnspiele veranstalten, die die Leser anlocken sollen.
All das fällt unter den Schwerpunkt Marketing, aber in Wirklichkeit bemühen wir uns nur, den Kopf ein winziges Stückchen über Wasser zu halten, damit wir noch ein bisschen weiterschwimmen können.

Zauberwort

Mehrgleisige Verkaufsstrategie heißt also das Zauberwort, um uns behaupten und vielleicht irgendwann von unseren Büchern leben zu können. Sofern man das möchte. Aber wird das nicht zu viel? Wann sollen wir denn zum eigentlichen Schreiben kommen? Das tun, womit diese ganze Sache hier doch angefangen hat?

In mittlerweile fast 5 Jahren Selfpublishing habe ich einen großen Punkt gelernt:
Der bunteste Vogel fängt den Wurm.

Gehe über einen Markt, auf dem es insgesamt vier Stände mit hervorragendem Fisch gibt. Einer der Standbesitzer schreit sich die Kehle aus dem Leib, reißt Witze und wirkt auf den ersten Blick charmant und locker. Hast du nicht das Gefühl, sein Fisch schmeckt besonders gut, weil er mit Herzblut dabei ist? Richtig, genauso verhält es sich mit der Vermarktung deines Buches.

Das Schreiben reicht nicht immer aus, du solltest dir auch Gedanken machen, wie du dieser charmante, witzige Verkäufer werden kannst. Denn nichts anderes tun wir als Selfpublisher: Wir schreiben, verkaufen, vermarkten.

Wunderbare Möglichkeiten ergeben sich ...

Und das ist ganz wunderbar, denn was für Möglichkeiten ergeben sich damit!
Wenn du deinen Lesern Postkarten anbieten willst, die es nur bei dir gibt, tu das!
Wenn du Kerzen mit Glitzer und Schnickschnack gießen möchtest, die perfekt zu deinem Buch passen, tu das!
Und wenn deine Leser die Chance haben, eine Sonderedition deines Taschenbuches mit Signatur zu erwerben, großartig! Tu! Das!

Aber macht es Sinn, auf einer Plattform zu schreien und seinen Fisch verkaufen zu wollen, auf der nicht nur vier Verkäufer stehen, sondern Millionen?!
Millionen. Lass dir diese Zahl mal auf der Zunge zergehen. Schmeckt ein wenig bitter, oder?

Natürlich kommt jetzt Lieblingsautor ins Spiel, irgendwann muss ich diese wunderbare Brücke ja schlagen.
Ich habe mir im August 2020 das Ziel gesetzt, eine Plattform zu schaffen, die es Autoren vereinfacht, ihren Fisch an die Frau oder den Mann zu bekommen. Ohne extrem laut schreien oder tatsächlich der bunteste Vogel des Käfigs sein zu müssen.
Eine Plattform, nur für Autoren und ihre Leser. Ein Ort so persönlich wie eine Messe, bei dem es nur darum geht, tolle, einzigartige Dinge für seine Leser zu erschaffen, weil es Spaß macht. Bei dem jeder Autor die Möglichkeit hat, Sichtbarkeit zu erlangen, ohne sein Erstgeborenes an den Teufel verschenken zu müssen.

Selbstverständlich geht es immer noch ums Verkaufen und darum, dass jemand dein Buch liest, da machen wir uns nichts vor. Aber gerade beim Selbstvermarkten (und es ist egal, ob Selfpublishing oder Verlagsautor, da ziehen wir alle an einem Strang) ist es wichtig, zu zeigen, wie sehr man für sein Buch brennt! Wie viel Leidenschaft und Schweiß und Tränen und Glück in unseren Geschichten und den selbsthergestellten Goodies stecken.

Das große Ganze ergibt die Sichtbarkeit

Meiner Meinung findet man diese Möglichkeit nur, wenn man neben den großen Veröffentlichungsplattformen und Social Media auch den direkten Kontakt zu den Lesern sucht.
Mehrgleisig fahren, sozusagen. Es ist nicht sinnvoll jetzt Amazon und Instagram den Rücken zu kehren und deine TikTok Videos in deinem Handy versauern zu lassen, die Gesamtheit macht die Sichtbarkeit aus.

Und ja, lass uns doch zusammen ein bisschen träumen, dass wir nebenbei einen Ort erschaffen können, der mit Herzblut und Spaß an der Veröffentlichung gefüllt ist und nicht mit Frust und ständigen Gedanken an die nächste Platzierung in den Top 100.

Lass uns diesen Fisch mit einem Grinsen im Gesicht an die Welt weitergeben. Im besten Fall gemeinsam.

Lieben Gruß,
Sandra

Was kostet mich eine Buchveröffentlichung im Selfpublishing?

Das Selfpublishing hat wirklich viele Vorteile!

Du kannst über alles selbst bestimmen, bist dein eigener Chef, Veröffentlichungen laufen nach deinem Zeitplan und in der Regel deutlich schneller als bei einem Verlag und und und.

In einem meiner nächsten Blogbeitrage stelle ich Verlag vs Selfpublishing mal in einen Ring und lasse sie gegeneinander antreten.

Aber heute soll es nur um ein Thema gehen:

Was kostet mich eine Buchveröffentlichung im Selfpublishing?

Echt, auch dieses Thema hätte ich während meiner Anfänge im SP echt interessant gefunden! Und da ich mir nun selbst die Aufgabe gestellt habe, dich über ALLE Themen zu informieren, gehören die lieben Ausgaben natürlich ebenso dazu!

In diesem Artikel soll es jetzt nicht um alltägliche Dinge gehen, die du zum Schreiben brauchst, wie Strom, einen Computer, Schokolade oder Kaffee … nein, heute geht es um die wichtigsten, größten Posten, wie zum Beispiel:

1. Programme

a) Planung

Bist du ein genauso großer Planungsfreak wie ich, möchtest du deine Geschichte vielleicht nicht nur mit einem Zettel und einem Stift planen, sondern tiefer hineintauchen.

Was bietet sich nicht am besten dafür an, als ein Programm extra für den Plot deines Buches.

Ich nutze DramaQueen

 

Ein Programm, das ursprünglich für Drehbücher entwickelt wurde, hat auch den Buchmarkt erobert.

Auf der Webseite findest du ein witziges Video: Die Idee von DramaQueen in 100 Sekunden.

Schau es dir an und entscheide, ob ein Planungsprogramm etwas für dich wäre.

Von DramaQueen gibt es eine FREE Version, die ich ehrlich gesagt ziemlich lange genutzt habe. Die Reihenfunktion hat mich dann zu der PRO Version überzeugt.

Falls du ein Mittelding nutzen möchtest, wäre das die PLUS Version, die du für 99 € einmalig erwerben kannst.

b) Schreiben

Meine allererste Geschichte habe ich in Word geschrieben und hey! Das geht natürlich auch! Manche schreiben ihr Buch sogar am Handy (Respekt dafür, ich hasse sogar diese Tipperei via WhatsApp!)

Aber ich habe schnell gemerkt, dass mir die Möglichkeiten, die ein Schreibprogramm bietet, durch die Lappen gehen, wenn ich es nicht einfach mal versuche.

Also habe ich mir die Testversion von Papyus Autor heruntergeladen und fand dieses Programm einfach der Wahnsinn.

Wenn ich einmal ein Produktreview machen soll, hinterlasse mir ein Kommentar, aber da es heute wirklich nur um die Kosten geht, überspringe ich den Part, wieso ich das Programm so toll finde ganz dreist.

Die neuste Version kannst du für 179 € kaufen.

Klar, das hört sich wirklich wirklich wirklich viel an, aber ganz ehrlich: Es lohnt sich!

2. Lektorat / Korrektorat

Hast du dein Buch mithilfe der oben genannten Programme geschrieben (oder auch nicht), dann geht es ans Überarbeiten.

In diesem Blogartikel habe ich bereits über die Wichtigkeit einer guten Lektorin oder eines guten Lektors geschrieben.

Nun geht es um die Kosten.

Einen Lektor bekommst du für 2 € bis 8 € pro Normseite. Je nachdem wie groß der Umfang deines Buches ist, musst du mehr oder weniger bezahlen.

Gehen wir mal von einer Standardlänge von ca. 80.000 Wörtern aus, haben wir bei ca. 250 Wörtern einer Normseite einen Umfang von 320 Seiten.

Das mal die Kosten des Lektors:

320 Seiten * 4 € Durchschnitt =  1280 €

Okay, klingt viel, ist aber meiner Meinung ein Posten, der nicht verhandelbar ist.

Ein Korrektorat ist um einiges günstiger. Manche Kollegen machen sogar ein Lektorat plus ein Korrektorat, aber ich bin bisher mit 2 Lektoratsdurchgängen und meinen Testlesern ganz gut gefahren.

Kleiner Tipp: Such dir tolle, erfahrene Testleser, die definitiv eine große Hilfe für dich sind! Der Blogartikel dazu folgt bald!

3. Buchcover

Wie oft habe ich über die Wichtigkeit eines professionell erstellten Buchcovers gesprochen!

So oft! Und genauso wichtig ist es für deinen Erfolg!

Ein gutes Buchcover ist einer der einzigen richtigen Türöffner, die du hast!

Natürlich kann es auch Leser geben, die dein Buch aufgrund guter Rezensionen kaufen, aber mal ehrlich? Wie willst du an gute Rezis kommen, wenn dein Buch nicht den Eindruck eines rundum tollen Leseerlebnisses macht?

Ich rate hiermit mal wieder ausdrücklich davon ab, die Gestaltung selbst in die Hand zu nehmen, wenn du nicht absolut Photoshop bewandert bist oder es dir zumindest in Schulungen und mit viel Übungen selbst beibringen möchtest. So habe ich es auch gemacht und ich darf mit Stolz und mit fast vier Jahren Erfahrung behaupten, dass ich nicht nur meine eigenen Cover mache, sondern mittlerweile auch die zahlreicher Kolleginnen. (Danke an dieser Stelle für euer Vertrauen <3)

Entschuldige nun die Werbung in eigener Sache, aber ich kann es mir einfach nicht verkneifen:

Einzigartig Buchdesign

*räusper* Zurück zu den Kosten!

Ich gehe von meinen eigenen Kosten für ein Cover aus, weiß aber aus Erfahrung, dass es deutlich günstigere aber auch deutlich teurere Angebote gibt. Ich möchte an dieser Stelle nicht das Können der Kollegen und Kolleginnen oder die Rechtfertigung ihres Preises beurteilen, denn das steht mir zum Einen nicht zu und zum anderen denke ich, dass jeder sein Geld wert ist!!

Ein Paket bestehend aus eBook und Taschenbuch kriegst du bei mir für 280 €.

4. Werbung & Marketing

Irgendwie haben wir heute nur große Posten merke ich gerade, die dich wahrscheinlich nun eher davon abhalten werden, im SP zu veröffentlichen 😀

Aber ich kann dir sagen, wenn du dich in diesem Markt mit all diesen Punkten etabliert hast, wird das kein Minusgeschäft für dich werden!

Dieser Punkt besteht auch einigen Unterpunkten, die ich hier nun im Groben auflisten werde, vor allem, weil ich total auf Listen stehe.

Du auch? Na dann wirst du dich jetzt richtig freuen:

– Buchblogger

Die meisten Blogger »verlangen« kein Geld, aber es ist schön, wenn du ihre Arbeit honorierst. Sei es »nur« mit einem kostenlosen eBook, einem Taschenbuch, kleinen Geschenken, etc.

– Social Media

Seiten wie Facebook und Instagram sind gratis, aber sie kosten unglaublich viel Arbeit, neue Ideen und beständigen Inhalt, der deine Leser unterhält und nebenbei dein Buch bewirbt.

– Buchwerbeseiten

Auf zahlreichen Buchseiten wie Buchdeals.de, eBookWatcher oder Buchregen kann man sein Buch bewerben. Ich poste dort sporadisch und nicht regelmäßig aber hin und wieder kann ein gut platzierter Werbeslot dort zu ausreichend Sichtbarkeit für deine Veröffentlichung sorgen.

Rechne mit Preisen zwischen 20 € und 100 €, mehr würde ich ehrlich gesagt auch nicht ausgeben.

– Amazon Ads

Das Thema Amazon Ads ist nun in aller Selfpublishermunde und wirklich sehr interessant! Ich selbst fuchse mich gerade tief in das Thema, aber kann noch keine genauen Zahlen nennen, ob es sich für meine Bücher rentiert. Bisher konnte ich ganz gute Ergebnisse mit 3€ Tagesbudget erwirtschaften über eine Woche (bei anderen Büchern gab es zu diesem Preis keinen einzigen Verkauf …)

Dazu in den nächsten Wochen mehr, aber der Vollständigkeit halber gehen wir von Kosten aus, die 30 € nicht überschreiten.

– Facebook Werbeanzeigen

Mein Lieblingsthema! Und nicht nur das, Facebook Werbeanzeigen sind unglaublich lohnend, sofern man es richtig angeht!

Ich selbst habe haufenweise Geld dort verballert, aber irgendwann lernt man eben auch dazu und mittlerweile schalte ich meine Werbeanzeigen mit einem gigantischen Preis pro Klick von unter 0,5 Cent!

D.h. ein Interessent klickt auf den Link, ich zahle 5 Cent und im besten Fall kommt es zum Verkauf, bei dem ich ein vielfaches von meinen Kosten einnehme.

Übrigen: Da mich das Thema nicht mehr losgelassen hat, habe ich in den letzten Monaten an einem Kurs gearbeitet, der sich extra an uns Autoren richtet und dir zeigt, wie du deine perfekte Werbeanzeige erstellen kannst, die tausende deiner Leser erreicht.

Abonniere meinen Newsletter, um zu erfahren, wann der Kurs online sein wird:

Bei dieser Art von Werbeausnahme bezahle ich ein Tagesbudget von 5 € und lasse sie meistens um die 1-2 Wochen laufen.

Habe hier also Ausgaben von guten 70 €.

– Gewinnspiele

Nicht zu vergessen sind Gewinnspiele, die dir ziemlich gute Sichtbarkeit gerade am Anfang deines Social Media Aufbaus bringen!

In der Regel werden Gewinne bestehend aus Taschenbüchern und kleinen Goodies sehr gut angenommen.

Das plus den Versand kostet dich bei 2 Gewinnern ca. 12 €.

– Werbematerial

Natürlich willst du deinen Lesern auch etwas an die Hand geben. Lesezeichen, Postkarten, Kerzen, Schlüsselanhänger, Lippenpflegestifte, und und und sind wirklich wunderbar!

Ich habe zu Beginn von jedem Buch ungefähr 500 Lesezeichen, 500 Postkarten, Blöcke, Stifte und was weiß ich bestellt und ganz ehrlich? So viele Lesezeichen und Postkarten kriegst du in drei Jahren nicht los!

Es reichen kleine Mengen, glaub mir, und diese sind relativ günstig in Druck und Herstellung zu bekommen.

Auf Einzigartig Buchdesign (Link: http://einzigartig-buchdesign.de) biete ich das kleinste Paket an für 69 € inklusive Layout, Druck und Versand.

Endabrechnung

An dieser Stelle holen wir gemeinsam ganz tief Luft und rechnen zusammen:

Planungsprogramm: kostenlos

Schreibprogramm: 179 € einmalig

Pro Buch

Lektorat: 1280 € einmalig

Buchcover: 280 € einmalig

Marketing & Werbung: ca. 240 €

Summe:

1800 € pro Buch

Und

179 € einmalig in deiner Karriere (Updates ausgenommen)

Ich weiß, diese Rechnung ist sehr platt! Ein mancher investiert mehr in Werbung, ein anderer macht seine Buchcover selbst, aber es soll um einen ersten Einblick gehen, was eine Veröffentlichung im Selfpublishing überhaupt kostet.

Wenn du dir vorstellst, dass du 70% deiner Tantieme von Amazon bekommt, müsstest du bei einem Buchpreis von 2,99 € ca. 900 Exemplare verkaufen.

Was denkst du, ist das machbar?

Wenn ich die vielen hauptberuflichen Selfpublisher gegen die vielen nebenberuflichen Verlagsautoren ansehe, ein großes und definitiv lautes: JA!

Wenn du Fragen dazu hast, auch ob Kosten überzogen oder gerechtfertigt sind, schreib mir gerne!

Lieben Gruß, Sandra