Leseproben

Leseprobe: Emily Key – Undergrounde Princess 1

Ab sofort gibt es Emily Keys neue Undergrounde Princess als signierte Taschenbuchausgabe auf Lieblingsautor.

Heute haben wir für dich eine exklusive Leseprobe direkt aus dem Buch!

Klappentext:

Eine Frau, die auf der treuen Seite des Gesetzes steht.
Ein Mann, dessen Leben in grenzenloser Dunkelheit versinkt.
Ein One-Night-Stand, der ihr Leben verändert.

Karma?
Schicksal?
Man sieht sich immer zweimal im Leben?
Niemals! Dessen ist sich die taffe Anwältin Scarlett Preston sicher. Auch nach der leidenschaftlichen Nacht mit einem heißen Unbekannten, von dem sie glaubt, ihn nie wiederzusehen.

Doch Scarlett hat ihre Rechnung ohne das Schicksal gemacht. Da ist dieses Verlangen nach Cal Denton, intensiv wie ein Sommerregen. Es droht, sie in die Tiefe zu reißen, sie zu verschlingen – mit allem, was ihr je etwas bedeutete.
Denn der sexy Milliardär ist nicht der, für den ihn alle Welt hält. Er verbirgt sein wahres Gesicht im Schatten des düsteren Abgrunds, über dem nun beide zwischen Gefahr und Hoffnung schweben.

Voller Temperament. Voller Hingabe. Voller Leidenschaft.

Erster Teil der Dilogie.

Underground Princess Band 1
Unterground Princess Band 2

Prolog 

Scarlett 

KRAAAWUMMM! 

Der Hammer des Richters am Obersten Gerichtshof von New York krachte auf seinen Platz, und die Anwesenden erhoben sich. 

Da war er also. Dieser Moment, der über meine Zukunft entscheiden würde. 

Acht Monate hatte ich an diesem Fall gearbeitet, alles an Energie und Zeit investiert. Ich hatte mir den Arsch aufgerissen, die letzten Wochen kaum mehr geschlafen, Rückschläge einstecken und die ein oder andere Lüge ertragen müssen. Aber wir waren auch so weit gekommen, hatten gekämpft, gelitten, und ich würde mir – egal, wie das hier heute ausging – meine Zukunft nicht versauen lassen. 

Wenn ich den Fall heute gewann, würde ich endlich, endlich Namenspartnerin in der Kanzlei werden. Ich war erst Mitte dreißig, hatte mein Studium in Harvard in Rekordgeschwindigkeit durchgezogen und aufgrund meines Ehrgeizes sowie ein paar wirklich guten Kontakten das Glück gehabt, in einer renommierten Kanzlei untergekommen zu sein und dort die rechte Hand eines der bekanntesten Anwälte im Staate New York zu werden. Ich war Juniorpartnerin. Nun … und jetzt stand ich heute hier, gab alles um Seniorpartnerin zu werden. Mein Name sollte in den Schriftzug, auf das Briefpapier dieser Kanzlei. Natürlich wollte ich das. Und dieser Fall hier war der erste von zwei großen Fällen, die ich gewinnen musste. Und bei Gott, ich würde das schaffen!  

Ich ließ mir meine Nervosität nicht anmerken, atmete ruhig und war mir sicher, dass wir gewinnen würden. Wir mussten einfach. Alles andere war keine Option. 

»… erklären wir den Angeklagten für nicht schuldig.« 

Was? Wow! Was? Heilige Scheiße! Ein fettes Grinsen zog sich über mein Gesicht, breitete sich aus. Ich warf einen Blick zu dem Mann neben mir, dessen Zukunft ebenso auf dem Spiel stand. 

»Wir haben gewonnen!«, stieß er aus. Überschwänglich umarmte er mich, und all die Anspannung der letzten Monate fiel von mir ab. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Ketten um meine Brust endlich lösten. Heilige, verdammte Scheiße, es war vorbei. Wir hatten gewonnen und es tatsächlich geschafft, fünfzehn Jahre Knast und eine sechsstellige Summe wegen Steuerhinterziehung abzuwenden. Und das absolut zu Recht, denn dieser Mann hier hatte nichts verbrochen. Gar nichts! 

»Wir haben wirklich gewonnen? Ich kann es gar nicht fassen.« 

»Sie haben nichts getan«, sagte ich und legte ihm eine Hand auf den Unterarm. »Natürlich haben wir gewonnen!« 

Langsam leerte sich der Gerichtssaal und zwei Anwälte meiner Kanzlei kamen von hinten auf uns zu. 

»Miss Preston!«, sprach mich einer der Seniorpartner an. »Hervorragende Leistung. Hervorragende Recherche.« Er lächelte mich breit an. Mit festem Händedruck gratulierte er mir. »Sie wissen, was das bedeutet, richtig?« 

»Das weiß ich, Sir. Ich danke Ihnen«, erwiderte ich, räumte die Unterlagen zusammen und schob sie in meine Aktentasche. 

»Wir sehen uns dann am Montag im Büro, und jetzt gehen Sie erst mal feiern«, richtete mein Chef, also einer der Seniorpartner, noch einmal das Wort an mich, anschließend gratulierte er meinem Mandaten zu seinem Freispruch. Die Kanzlei lebte davon, milliardenschwere Kunden zu vertreten. 

Mein Mandant und ich verließen gemeinsam den Gerichtssaal. 

»Und Sie gehen jetzt auch erst einmal feiern, Mr. Bolt. Wir treffen uns nächste Woche zum Abschlussgespräch, okay?« 

Mr. Bolt nickte aufgeregt. »Ich danke Ihnen mit allem, was ich habe, Miss Preston. Ich weiß, dass es eine Zeit lang nicht sehr gut aussah, aber durch Ihre exzellente Arbeit konnten Sie nicht nur das Familienunternehmen meiner verstorbenen Eltern retten, nein, Sie haben es auch geschafft, dass wir liquide bleiben, niemanden entlassen müssen und weiter in der Automobilbranche tätig sein können. Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll, Miss Preston.« Mr. Bolt umgriff meine Hand und schüttelte sie fest.  

»Gönnen Sie sich einen Drink, Mr. Bolt, und lassen Sie dieses Wochenende einfach mal alles hinter sich. Das haben Sie sich wirklich verdient.« 

Wir trennten uns vor dem Gerichtsgebäude. Ich konnte es kaum erwarten, meinen Erfolg zu feiern. Und ich wusste auch, wo ich meine ›rechte Hand‹ sowie all die Anwälte im ersten Jahr und Juniorpartner finden würde, wenn bei uns in der Kanzlei ein Fall solcher Größe gewonnen wurde.  

Und bei Gott, heute würde ich die Korken knallen lassen. Dieser Fall war ein besonderes Kaliber, etwas ganz Besonderes, und das würde ich heute feiern. 

Beschwingt stieg ich in ein Taxi, ließ mich nach Hause fahren und legte nur kurz meine Tasche ab, bevor ich mit dem wartenden Yellow Cab Richtung Upper East Side fuhr. Auf dem Weg dorthin schrieb ich meinen Freundinnen, dass ich den Fall gewonnen hatte, und bekam postwendend von Helen und Cynthia eine Antwort. Die beiden wussten, wie wichtig der heutige Tag für mich war und was mir dieser Sieg bedeutete. Meine Mom, die in einer anderen Kanzlei arbeitete, würde ich später anrufen, vielleicht sogar einen schnellen Besuch abstatten. Ich wusste, sie würde vor Stolz platzen. 

Ich auch. Die Namenspartnerschaft war in greifbarer Nähe, und ich würde einen Scheiß tun und jetzt aufgeben. Ich brauchte nur noch einen Fall. Einen großen Fall, und ich hätte es geschafft. Jede Stunde, jeder Cent … war die beste Investition in mein Leben. Ich wusste, ich würde es schaffen, dass irgendwann ›Preston‹ in geschwungenen Lettern im Namen der Kanzlei stehen würde. 

Ich bezahlte den Fahrer und trat in die Abenddämmerung New Yorks. Ich liebte mein Leben in diesem Augenblick. Und doch suchte ich wie immer nach dem berühmten Haken.  

FUCK! Was konnte dieses Glücksgefühl denn trüben? 

Nichts. Rein gar nichts. 

Ich ging die Bar und wurde mit lautem Jubel meiner Kollegen empfangen. Es war ein klitzekleines bisschen peinlich, trotzdem nahm ich die Glückwünsche mit Stolz entgegen. Es war wirklich eine Riesennummer, die ich mit Bravour gemeistert hatte. 

Mit einem breiten Grinsen arbeitete ich mich zur Bar durch und bestellte mir einen ›Mimosa‹. Das perfekte Getränk, um mit den anderen anzustoßen, auch wenn ich eher den herben Geschmack bevorzugte. Doch heute musste es Champagner sein. Mit Triple Sec und dem Orangensaft ein widerlich süßes Zeug, aber ich würde die Tradition meiner Mom fortsetzen. Sie stieß nämlich immer mit einem ›Mimosa‹ an, und das wertete ich als gutes Omen. Oh ja, es würde großartig werden. Es lag eine absolut grandiose Zeit vor mir. 

Nachdem ich mit allen angestoßen, wir uns ausgetauscht und gefachsimpelt hatten, ging ich durch eine Hintertür nach draußen und atmete tief durch. Aus meiner Clutch, die ich zu Hause gegen meine Aktentasche eingetauscht hatte, zog ich eine Schachtel Zigaretten und ein silbernes Zippo, das meine Mom von meinem leiblichen Vater hatte. Normalerweise rauchte ich nicht, aber das hier war ebenfalls eine Tradition.  

Ja, Harvard-Studenten rauchten. Mindestens! Wenn man es schaffte, ohne Kokain und leistungsfördernde Mittel dem Druck des Studiums standzuhalten, kam das einem Lottogewinn gleich. Ich hatte mich mit Zigaretten, Gin und Koffeintabletten über Wasser gehalten. Na ja … Zigaretten nur dann, wenn wir einen Fall gewannen.  

Ich lehnte mich also im Halbdunkel des Hinterhofs an die Mauer, nahm einen tiefen Zug am glimmenden Stängel und stieß den Rauch aus. 

Ruhe durchflutete mich, bis ich im Schatten die Umrisse eines männlichen Kinns erkannte. Dort stand jemand und zog ebenfalls an einer Zigarette. Die Glut erleuchtete in steten Intervallen sein und mein Gesicht. Wir beobachteten uns. 

Zuerst still, doch dann brach der Fremde das Schweigen. 

»Es gibt wohl etwas zu feiern«, stellte er mit tiefer Stimme fest, die seltsam hypnotisierend auf mich wirkte, obwohl er kaum etwas gesagt hatte. Das dunkle Timbre benebelte mich wie der Zigarettenqualm. 

Langsam senkte ich den Kopf und ließ meinen Blick von seinen langen Beinen bis in die Dunkelheit schweifen, die ihn umgab. Stumm zog ich an meiner Zigarette und bereute beinahe, dass ich mein Glas nicht mit nach draußen genommen hatte. 

»Lassen Sie sich von mir auf einen Drink einladen?«, fragte der Unbekannte mit dieser tiefen Stimme, die mich auf nahezu magische Weise dazu zwingen wollte, alles zu tun, was auch immer er wollte. Er zog wieder an seiner Kippe, und im rötlichen Schein der Zigarettenglut erkannte ich einen muskulösen Hals, die gepflegten Stoppeln eines Dreitagebarts. 

»Warum sollte ich?«, fragte ich kühl, schluckte aber schwer in Anbetracht der Hitze, die sich in mir ausbreitete. 

»Weil ich gern mit Ihnen feiern will.« Seine coole Art war genau das, was ich jetzt brauchte. Na ja … und Sex. Wenn ich einen Fall gewonnen hatte, dann war Sex ein grandioses Ventil, um all den angestauten Druck abzulassen.  

Was? Als seriöse Anwältin muss man monogam leben und einen auf Happy Family machen? 

Nein, auf keinen Fall! Zumindest ich nicht. Ich arbeitete achtzehn Stunden am Tag, wollte auch sonntags im Büro sitzen und an wichtigen Unterlagen arbeiten oder mit meinen beiden besten Freundinnen ausgehen. Da blieb keine Zeit für Familie. Und ich wollte sicherlich nicht meine besten Jahre mit nur einem Mann verbringen und mich einsperren lassen. Ich wollte meine Ruhe und ab und zu einen dicken Schwanz in mir haben. Herrgott, ich war doch auch nur eine Frau! Also nahm ich mir das, was ich wollte. Diskret! Das verstand sich von selbst.  

Und dieser coole Kerl … wenn er jetzt noch einigermaßen gut aussah, könnte es durchaus sein, dass ich ihn heute Nacht in mein Bett ließ. 

»Nur weil Sie mit mir feiern wollen, muss ich das noch lange nicht«, erklärte ich selbstbewusst, zog noch einmal an der Zigarette und drückte sie dann unter der Spitze meiner High Heels aus. Ich würde es ihm nicht leichtmachen. Auf keinen Fall! Ich war Anwältin und geübt darin, ein Pokerface aufzusetzen.  

Er sagte nichts. In der Ferne heulten Sirenen, direkt neben mir raschelte es. Ratten gab es überall in New York. Sie blieben einem Hinterhof nicht fern, nur weil dieser in der Upper East Side war. Ich wollte mich gerade zum Gehen wenden, da trat der Unbekannte aus der Dunkelheit ins schummrige Licht der Straßenlaterne. 

Als ich sah, was ich sah, rieselte eine Gänsehaut über meinen Körper. Dieser Mann war nicht einfach nur attraktiv, nein, er war einer der schönsten, sinnlichsten und geheimnisvollsten Männer, die ich jemals gesehen hatte. Er versprach Ärger, sehr viel Ärger … aber eben auch jede Menge Spaß. Ich erkannte es an seiner Körperhaltung, an der Art, wie er sich bewegte, und an der Tatsache, dass er an der Upper East Side vollkommen deplatziert wirkte. Anders als die üblichen Yuppies hier trug er nämlich keinen Anzug, nicht einmal ein Hemd oder Sakko. Sein offensichtlich durchtrainierter Oberkörper steckte in einem dunklen Shirt mit simplem V-Ausschnitt, das sich eng und damit perfekt an seine Haut schmiegte. Die definierten Brustmuskeln konnte ich deutlich erkennen, auch wenn der Rest des Stoffs locker über seinen – so hoffte ich – Waschbrettbauch fiel. Die Arme waren, soweit ich das sehen konnte, braun gebrannt und ebenfalls durchtrainiert. Die langen Beine steckten in dunklen Jeans und klobigen Boots. Gott, war dieser Kerl heiß!  

Mein Blick wanderte über seinen kräftigen Hals und den energisch wirkenden Unterkiefer. Die Stoppeln seines gepflegten Dreitagebarts waren dunkel. So dunkel wie seine Aura.  

Jackpot! 

Wenn ich noch vor zehn Minuten glaubte, es wäre das höchste der Gefühle, dass ich eine erfolgreiche Frau war, die heute ihren wichtigsten Fall gewonnen hatte, dann lag ich falsch. So was von falsch! 

Dieser Fremde, der jetzt auf mich zukam, war mein heutiger Hauptgewinn oder zumindest die Krönung dessen, was ich bisher erreicht hatte. 

Das Einnehmendste an ihm, was mich fast – aber nur fast – mein Pokerface verlieren ließ, waren seine Augen. Die dunkelsten Augen ever. Rabenschwarz. Sein Blick, so durchdringend, dass ich befürchten musste, er würde meine coole Fassade sprengen. Und die längsten Wimpern der Welt, so lang, dass jede Frau vor Neid erblassen würde. 

»Und?«, fragte mich dieser Gott mit dieser tiefen Stimme, die mein Innerstes vibrieren ließ. »Möchtest du immer noch gehen?« 

Heilige Scheiße, NEIN!  

Aber das konnte ich nicht einfach zugeben. Er war von sich überzeugt … und wenn ich ehrlich sein durfte, dann vollkommen zu Recht. Nur wäre dieses Spiel äußerst langweilig, wenn ich mich diesem anbetungswürdigen Fremden direkt vor die Füße warf.  

»Ich bin sicher, du wirst mir kaum etwas zeigen, was ich nicht schon kenne.« 

Wortlos hob er eine Braue, als würde er abwarten … lauern und genau wissen, dass das noch nicht alles war, was ich sagen wollte. Es fiel mir extrem schwer, nicht weiterzusprechen, denn ich wollte tatsächlich noch etwas sagen. Etwas wie: Nimm mich! Mach mit mir, was du willst. Ich bin dein … aber ich riss mich zusammen, presste die Lippen aufeinander und die Beine zusammen.  

»Bist du dir da sicher?« Sein Blick, intensiv und düster, ließ mich feucht werden. 

Er kam langsam näher. Wie ein Löwe, der bereit zum Sprung war. Der bereit war, seine Beute zu reißen und zu verschlingen. Hitze schoss durch meinen Körper, Adrenalin rauschte in meinen Adern. Ich wusste, dass dieser Mann hier Ärger versprach. Jede Menge davon. Doch mein Verstand, meine analytische und pragmatische Seite hatte plötzlich Sendepause. Ich klammerte mich an das letzte bisschen rationalen Denkens und stieß mit belegter Stimme hervor: »Das haben schon andere versucht.« Als ich mich gerade umdrehen wollte, fühlte ich, wie er mein Handgelenk packte und mich festhielt. 

Dort, wo seine Finger meine Haut berührten, brannte ich lichterloh. Ich spürte die Hitze und wie sich mein Körper von meinem Verstand löste. Es war mir nicht möglich, mich zu wehren. Bei Gott, ich wollte diesen Mann! Alles in mir sehnte sich danach, dass er mich anfasste. Viel zu schnell hob und senkte sich meine Brust, meine Lippen öffneten sich wie von selbst. Aber das Spiel hatte gerade erst begonnen. Genau in dem Moment, als ich mein Pokerface wieder aufsetzen wollte, schlich sich ein anzügliches Grinsen auf seinen Mund. »Du willst es …«, erklärte er selbstsicher. »Und du willst es hart.« 

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